Dyskalkulie

 Das mitgrips - Konzept - 

Rechenschwäche mit allen Sinnen entgegenwirken

Max ,(es k√∂nnte auch Lukas oder Svenja sein), geht gerne zur Schule. Nur im Fach Mathematik, wenn er Begriffe wie subtrahieren, multiplizieren oder dividieren durcheinanderw√ľrfelt, verzweifelt Max und meint: "Ich bin doch doof!" Mit den Aufgaben in der Mathematik f√ľhlt sich der Sch√ľler zunehmend √ľberfordert und zieht sich im Matheunterricht immer mehr zur√ľck. Und dann sind da noch die Hausaufgaben, die er widerwillig erledigt.  

Ob es sich bei Max um eine Dyskalkulie handelt, kann nur durch genaue Beobachtungen in der Schule und durch das Elternhaus vermutet werden.  Erst eine genaue √úberpr√ľfung durch einen Fachspezialisten  kann kl√§ren, ob es Anzeichen f√ľr eine Dyskalkulie gibt. Erste Anzeichen k√∂nnten sein:  

  1. Wenn Kinder ständig mit den Fingern zählen (auch bei einfachen Aufgaben).
  2. Wenn sie in der Anordnung von Zahlen (Einer und Zehner) Schwierigkeiten aufweisen.
  3. Beim visuellen Erfassen und erkennen mathemathischer Zeichen und Symbolen.
  4. Angst vor dem Fach und vor Klassenarbeiten.
  5. √Ėfteres Nachfragen und v√∂lliges Unverst√§ndnis f√ľr die Aufgabenstellung.
  6. Probleme mit Positionierungen (rechts/links, oben oder/und unten,).
Es muss nicht automatisch eine Rechenschw√§che vorliegen. Es k√∂nnten auch andere Gr√ľnde vorliegen. Eltern sollten dieses auf alle F√§lle pr√ľfen lassen.

Sollte eine Dyskalkulie vorliegen, m√ľssen Kinder sich auf Grund ihrer differenzierten Wahrnehmung im Unterricht viel st√§rker konzentrieren als nichtlegasthene oder nichtdyskalkule Kinder. Dadurch verbrauchen sie viel mehr Energie. Die Aufnahmef√§higkeit nimmt schneller ab. Das Kind kann dann oft weder den eigenen Erwartungen noch den Erwartungen der Schule und der Eltern entsprechen.

Bei einer Rechenschw√§che n√ľtzt es nichts, wenn Eltern t√§glich mit dem Nachwuchs pauken und dabei immer wieder √ľber den Aufgaben aus dem Schulbuch br√ľten. Die Kinder m√ľssen erst einmal motiviert werden und erkennnen, dass das Lernen auch Spa√ü machen kann. Fortschritte erreicht man am ehesten durch einen lernspielerischen Ansatz. Dadurch l√§sst sich auch leicht herausfinden, in welchem Bereich es √ľberhaupt Probleme gibt.

Hat das Kind Schwierigkeiten mit der Sinneswahrnehmung, zum Beispiel mit der Unterscheidung von geometrischen Formen? Liegt ein mangelndes Verst√§ndnis der Grundregeln des Rechens vor? Oder hat der Sch√ľler eventuell Merkschwierigkeiten?

Mit mangelnder Intelligenz hat es jedenfalls nichts zu tun! Vielmehr liegen in solchen Fällen Teilleistungsdifferenzen vor, die spezielles Training erfordern. Dieses Training ist Differential- und Förderdiagnostik. Falsche und richtige Ergebnisse werden auf die individuellen Lösungsstrategien des Kindes hin analysiert. Das ist besonders wichtig! Denkwege werden offengelegt und damit eine objektive Beurteilung der Qualität erbrachter Ergebnisse ermöglicht. Somit ist die Förderdiagnostik individuell und nicht standardisiert.

Dyskalkulie-Förderung sollte immer in Einzelinterventionen (höchstens 45 Min.) stattfinden. Während des gesamten Lehr- und Lernprozesses wird der Ablauf aller systematischen Lernschritte von den individuellen Schwierigkeiten des Kindes abhängig gemacht. Was die Kinder brauchen ist ein Erfolgserlebnis und sei es noch so klein.
 
Dyskalkulie
Lehrpraxis mitgrips
Dipl. Legasthenietrainerin
Psychologische Beraterin • Life-Kinetik-Trainerin Edeltraud Kuhlmann
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